Selbstannahme: Die Verantwortung für das eigene Erleben übernehmen
- nadiadoradoneu
- 17. März
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 7. Apr.
Oft wird Liebe verwechselt mit:
allem zustimmen,
alles tolerieren,
keine eigenen Grenzen haben,
immer verständnisvoll sein,
das Verhalten anderer „spirituell wegatmen“.
Aber das ist nicht Liebe. Und es ist oft auch nicht ehrlich.
Du musst nicht mögen, was jemand tut.
Du musst nicht bleiben, wenn etwas dir nicht guttut.
Du musst nicht einmal jemanden „lieben“ im romantischen oder persönlichen Sinn.
Was du aber tun kannst, ist etwas viel Tieferes:
Du kannst anerkennen, dass jede Begegnung etwas in dir berührt.
Vielleicht Wut.
Vielleicht Unverständnis.
Vielleicht Schmerz.
Vielleicht Sehnsucht.
Vielleicht Ohnmacht.
Vielleicht Liebe.
Vielleicht Angst.
Und genau hier beginnt Reife.
Nicht darin, den anderen sofort zu bewerten. Sondern darin, auch nicht vor dem wegzulaufen,
was in dir wach wird.
Das heißt nicht, dass der andere „recht“ hat. Oder dass alles okay ist. Es geht hier nicht um Recht haben oder Schuld.
Es heißt nur: Du nimmst dein eigenes Erleben zurück in deine Verantwortung.
Und das ist kraftvoll. Denn in dem Moment bist du nicht mehr nur ausgeliefert. Du beginnst zu sehen:
Der andere ist vielleicht der Auslöser, aber das, was ich fühle, geschieht in meinem Raum.
Das ist keine naive Liebe. Nicht blinde Harmonie.
Sondern die Fähigkeit, selbst in Schwierigkeit nicht den Kontakt zu dir zu verlieren.
Liebe wird dann nicht primär zu einem Gefühl für den anderen, sondern zu einer Haltung in dir:
offen genug, um wahrzunehmen,
klar genug, um Grenzen zu setzen,
weit genug, um nicht alles bekämpfen zu müssen,
ehrlich genug, um nichts zu beschönigen.
stabil genug um Dinge sein zu lassen und deinen Weg zu gehen.
Dann wird selbst eine schmerzhafte Begegnung zu einem Ort von Bewusstheit.
Nicht, weil sie angenehm ist.
Sondern weil du ihr erlaubst, dir etwas über dich zu zeigen und dich genau darin, selbst anzunehmen.

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