top of page

Du bist nicht nur die Erfahrung

nadiadoradoneu
5. Okt.
1 Min. Lesezeit

Wenn du dich ständig nur mit deinen Erfahrungen identifizierst, dann wird aus einem momentanen Erleben schnell ein Bild von dir selbst und mit der Zeit eine feste Identität.


Diese Identität, dieses Selbstbild lebt, reagiert und nimmt das Leben aus einer fixierten Perspektive wahr und erlebt das Leben durch ständiges Wiederholen von Gedanken-, Gefühls- und Handlungsmuster auf eine ähnliche Weise, was das Selbstgefühl und -bild wiederum bestätigt und verstärkt.


Aus „Ich fühle Angst“ wird „Ich bin ängstlich.“


Aus „Ich wurde verlassen“ wird „Ich bin nicht liebenswert.“


Aus „Ich bin gerade orientierungslos“ wird „Ich weiß nicht, wer ich bin".


Doch Erfahrung ist Bewegung. Sie kommt. Sie verändert sich. Sie geht.


Du bist nicht auf das begrenzt, was gerade durch dich hindurchgeht.


Wenn diese Identifikation weicher wird, entstehen neue Möglichkeiten.


Du kannst Angst fühlen, ohne dich von ihr definieren zu lassen.


Du kannst verletzt sein, ohne daraus deine Geschichte zu machen.


Du kannst etwas verlieren, ohne dich selbst zu verlieren.


Du kannst alte Muster wahrnehmen, ohne sie weiterleben zu müssen.


Du kannst deine Vergangenheit würdigen, ohne sie zu deiner Zukunft zu machen.


Und du kannst beginnen, dich nicht mehr nur als das zu erleben, was dir widerfahren ist —sondern auch als den Raum, in dem all diese Erfahrungen erscheinen.


Klammere dich nicht nur an die Erfahrungen – erkenne worin jegliche Erfahrungen erscheinen und wieder vergehen.


Das ist das, was wirklich bleibt und das, was du im Wesenskern wirklich bist.

Kommentare


bottom of page