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Angst - du und ich

October 8, 2019

 

 

Angst entsteht unter anderem aus der tiefen Überzeugung der Trennung.

 

Es gibt die natürliche Angst vor dem Tod, jene Angst die uns hilft zu reagieren, zu fliehen. Doch ich spreche nicht von jener Angst.

 

Der weitaus grössere Teil der Angst besteht in unserem eigenen Geist.

 

Ich sage nichts weil...

Ich tue nicht weil...

Ich verharre weil...

Ich verurteile weil...

 

Die anderen denken könnten, die anderen mich abweisen könnten, ich ein schlechter Mensch sein könnte, ich egoistisch sein könnte, ich lieblos sein könnte, ich ihn oder sie verlieren könnte, ich nicht dazugehören würde…

 

Diese Angst entsteht aus der tiefen Überzeugung der Trennung und hat auf einer tieferen Ebene auch mit der Angst vor dem Tod zu tun.

 

Ich und die anderen.

 

DAS ist die grösste ILLUSION.

 

Sie entsteht im Denken und in der Anhaftung an den Objekten – Körper, Gedanken, Gefühle, Geschichten, Sachen.

 

Unser Verstand kann nicht anders als Dinge beim Namen zu nennen. Daran ist nichts Falsches, im Gegenteil. Es ist wichtig und hilfreich Dinge beim Namen zu nennen und unterscheiden zu können.

 

Das Problem entsteht dann, wenn ich den Gedanken bedingungslos glaube. Wenn ich der Überzeugung bin, dass das was ich sehe, denke und erlebe DIE WAHRHEIT ist. Es ist jedoch nicht DIE Wahrheit.

 

Wir betrachten uns selbst und die Welt durch einen Filter und glauben diesem Filter.

 

Aus was besteht dieser Filter?

 

Aus Gedanken. Aus Situationen, aus Erlebnissen, aus übernommenen Sichtweisen – aus für wahr gehaltenen Perspektiven.

 

Jeder Gedanke – jede Überzeugung – jede Sichtweise ist veränderbar. Das erleben wir täglich. Zuerst dachte ich so, 5 Minuten später denke ich aber anders.

 

Ist dir das auch schon aufgefallen?

 

Wir erleben diese Veränderung so oft aber meist hinterfragen wir sie nicht.

 

Wie kann etwas wirklich wahr sein, dass ständiger Veränderung unterworfen ist?

 

Da wir diese Dinge nicht hinterfragen und betrachten, ihnen somit unbewusst glauben, handeln und reagieren wir entsprechend ständig aus dieser Sichtweise heraus. Wir erleben die Welt so wie wir sie sehen. Wir bewegen uns ständig in einer Welt der Trennung, von Gut und Böse, von richtig und falsch.

 

Das ist die Welt des Leidens. Das ist die Welt der Anspannung. Das ist die Welt des Kampfes, Überlebens, des Wettbewerbs und der Rastlosigkeit.

 

Insgeheim spüren wir tief in uns, dass da etwas nicht richtig sein kann. Doch leider ignorieren wir meist diesen Impuls und schauen weder hin noch hinterfragen wir. Dafür braucht es Stille. Es braucht Pausen von unserem hektischen Alltag. Es braucht Pausen von diesem getrieben sein. Es braucht Pausen von diesem stetigen Streben, unbewussten Konsumieren und von dieser unbewussten Anspannung des ständigen Überlebenskampfes.

 

Stille. Es braucht Stille und Achtsamkeit.

 

Es braucht Entspannung.

 

Wenn sich der Geist im ständigen Streben, rechtfertigen, glauben, erreichen, suchen und finden befindet, scheint das Labyrinth des Lebens unendlich zu sein.

 

Es erfordert Stille und Achtsamkeit. Nicht immer, aber immer wieder und mit der Zeit immer mehr.

 

Antworten erscheinen aus der Stille. Beim still und achtsam SEIN.

 

Stelle eine wirklich für dich wichtige Frage und sei mit ihr. Gib dich nicht sofort mit einer Antwort zufrieden. Lausche, fühle und sehe hin.

 

Es bedarf manchmal grossen Mutes und Beharrlichkeit. Gib nicht auf. Der Verstand kann sehr laut sein, die Gedanken scheinen dich immer wieder überzeugen zu wollen. Lass dich nicht beirren.

Sei und schaue.

 

Angst kann zu einem scheinbar gigantischen Gefängnis werden. Aber dieses Gefängnis existiert nur im Geist. Angst muss nicht verschwinden. Sehe sie und lerne sie kennen. Sehe was sie macht.

 

Angst ist die Kraft die einengt, die trennt, die wertet, die verurteilt – die Kraft die zerstört.

 

Heute möchte ich dir Mut machen und dir ans Herz legen: trau dich. Hinterfrage und schaue hin. Glaube nicht sondern hinterfrage und erkenne SELBST! Betrachte die Angst und gehe über sie hinaus. Hinterfrage die Angst. Hinterfrage deine Sichtweise und das Denken.

 

Du wirst vielleicht erkennen, dass die Angst nicht wirklich Bestand hat, sondern dazu dient, eine gewisse Realität aufrecht zu erhalten. Sehe die Angst und erkenne was sie tut und wie sie wirkt.

 

Sei lieb zu dir. Sei offen und ehrlich zu dir SELBST. Lausche deiner inneren, feinen Stimme und folge ihr. Wenn du es nicht tust, wer dann?

 

Das was du bist ist unbeschreiblich viel grösser als die Angst. Es kann nicht beschrieben werden.

 

In Wahrheit fürchten wir nicht die Angst, sondern wir fürchten uns vor der eigenen, nicht fassbaren Unendlichkeit.

 

Angst ist fühlbar, setzt Grenzen, scheint auf eine Weise auch wohlig und sicher zu sein – die Liebe jedoch ist unfassbar und unendlich.

 

Dein Ursprung ist Liebe.

 

In tiefer Liebe

Nadia

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