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Mensch und Bewusstsein

September 16, 2019

 Bild: pixabay.com

 

 

Warum betone ich immer wieder, dass auch die vermeintlich «unschönen» Aspekte zum Mensch sein dazugehören? Warum ist es mir ein so grosses Anliegen darüber zu sprechen?

 

Weil ich im Alltag, bei mir selbst aber auch bei anderen Mitmenschen erlebe, dass gewisse Aspekte nicht gern gesehen, ignoriert oder gar verdrängt werden.

 

Ist das schlimm?

 

Nein, aus meiner Sicht nicht.

 

Was mir aber auffällt ist, dass alle Menschen alle Aspekte in sich haben jedoch vor allem die Schatten-Seiten verdrängt werden. Viele versuchen rücksichtsvoll, zuvorkommend, hilfsbereit, selbstlos, nett etc. zu sein und ignorieren die Tatsache, dass es ihnen oftmals gar nicht danach ist. Wir setzen uns Masken auf welche in der Gesellschaft vermeintlich gern gesehen und willkommen geheissen werden. Andere Teile verdrängen wir aber gerne in uns. Dahinter steht vorwiegend die Angst.

  • Angst nicht richtig zu sein.

  • Angst nicht dazuzugehören.

  • Angst verlassen zu werden.

  • Angst zu verletzen.

  • Angst ausgestossen zu werden.

  • Usw.

Gefühle und Emotionen sind aber essentiell. Wie möchte das Leben ansonsten zu uns sprechen? Wie kann ich eine tiefere/ grössere Wahrheit erkennen, wenn ich nicht sämtliche Gefühle und Emotionen fühlen kann? Und diese hinterfrage?

 

Da wir aber leider oftmals vieles verdrängen, geben wir dem Leben keine Chance uns zu einer neuen Sichtweise zu verhelfen.

 

Wenn wir in die Welt schauen, so sehen wir sämtliche Aspekte. Von Gut zu Böse, von Frieden zu Krieg, von Opfer und Täter etc.

 

All das ist auch in uns vorhanden.

 

Alles.

 

Im «begrenzten» Mensch als auch im grossen Bewusstsein.

 

Wird die eine Seite angestrebt, so fällt das Pendel schnell einmal auf die andere Seite. Auch wenn wir noch so gerne möchten, wir schaffen es nicht mit unserem Verstand grössere Dinge zu verstehen oder zu verändern. Der Verstand kennt Logik, Regeln, Gesetze, Dualität. Das gewohnte Denken kann aber nicht auf eine grössere, allumfassende Weisheit zugreifen.

 

Diese Weisheit ist nur ganz tief in uns SELBST zu erkennen.

 

Darum ist es essentiell, dass wir beginnen, unsere Aufmerksamkeit in uns selbst zu lenken.

 

Möchte ich die Welt verstehen, so muss ich mich zuerst selbst, das Mensch sein verstehen.

Tiefe erKenntnis wiederum geschieht durch Annahme, das Bejahen von allem, was schon da ist.

Es erfordert vollkommene Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.

 

Aus welchem Grund handle ich wie ich handle?

Aus welchem Grund denke ich wie ich denke?

Bin ich der Denker?

Was bin ich wirklich? Oder was glaube ich zu sein?

Stimmt das?

Was ist Gut und Böse? Wer sagt das?

 

Im Leben handeln wir oft aufgrund unseren Bedürfnissen, Vorstellungen, Erwartungen, Wünsche. Daran ist nichts verkehrt. Nur stammt dieses Handeln meist aus der beschränkten Sicht des «ich».

 

Wir wissen nicht wirklich wer oder was wir sind und so glauben wir, dass wir unsere Gedanken, Emotionen, unsere Geschichte, unsere Bedürfnisse etc. sind.

Darin liegt das Potential für sehr grosse Verstrickungen, Leid, Schmerz, Traurigkeit, Depression vergraben.

 

Wir leben ein Leben in Mangel und brauchen so vieles. Vielleicht fühlen wir uns leer, traurig, ausgelaugt und fragen uns warum.

  • Wir hören nicht auf unsere innere Stimme

  • Wir fühlen nicht

  • Wir hinterfragen nicht

  • Wir glauben das was wir glauben zu sehen und glauben den Gedanken

  • Wir verurteilen, halten uns für besonders gut oder schlecht

  • Und wir haben unbewusst grässliche Angst falsch zu sein.

 

Doch was sind wir jenseits davon?

 

Das Leben lebt wie es lebt. Ich glaube nicht, dass wir daran etwas Grossartiges verändern können. Aber ich glaube fest daran, dass wir in uns selbst eine allumfassende Veränderung erreichen können.

 

Und diese Veränderung heisst: Frieden.

 

Dieser Frieden liegt jenseits von Gut und Böse. Er ist immer hier, jedoch erkennen wir ihn meist nicht, weil wir so sehr mit dem Leben, mit dem Mensch sein und den all dazugehörigen Aspekten beschäftigt sind.

 

Wir sind unbewusst. Wir wissen nicht wirklich wer oder was wir sind.

 

Ich glaube nicht daran, dass die Lösung darin liegt, irgendeinen Teil im Leben zu missachten, wegzustossen oder zu verleugnen. Ganz im Gegenteil. Ich glaube die Lösung liegt darin, dass wir schamlos ehrlich werden – ehrlich zu uns selbst. Die Lösung liegt in einer totalen Öffnung für mich SELBST – für das Menschsein und für das Leben. Es braucht den starken Willen und die Disziplin hinzusehen und erkennen zu wollen.

 

Dafür braucht es vielleicht viele Menschen, welche die Aspekte ansprechen wie sie sind und klar zum Ausdruck bringen:

 

Es ist schon so! Es war schon immer so! Nur hat man mit Kampf noch nie etwas verändert oder erreicht! Ganz im Gegenteil, es verschlimmert alles noch mehr.

 

Veränderung liegt in der Offenheit und Akzeptanz dessen was schon ist.

 

Ich glaube daran, dass wir geboren wurden um ganz Mensch zu sein.

 

Ich glaube daran, dass wir als Menschen geboren wurden um uns selbst und das Leben zu erkennen, uns zu entfalten und uns Schritt für Schritt von Täuschungen und Leid zu lösen.

 

Alles was ist ruft nach individueller, freier Entfaltung. Nur dort wo noch viel Angst und Scham ist kann die Blume nicht blühen.

 

Ich glaube daran, dass wir hier sind, um sämtliche Aspekte zu erleben, zu sehen und zu hinterfragen.

 

Warum?

 

Damit wir endlich beginnen nach etwas Grösserem, Übergeordneten, Heilem zu suchen.

 

Nicht in der Welt, nicht im Aussen, sondern in uns selbst.

 

Was oder wer wäre Gott, wenn er auch nur einen Aspekt ausschliessen würde? In der Tat, einiges wäre dann «anscheinend» verloren und somit auch wir, als scheinbar einzelnes Fragment, das alles in sich vereint.

 

Wer oder was könnte behaupten, dass irgendetwas nicht göttlich zu schein seid? Alles was wir sehen, alles was wir erleben ist geboren aus und im Göttlichen.

 

Nur ist uns das nicht wirklich bewusst und somit dominieren Handlungen in der Welt aus dem Ego-Verstand.

 

Falsch, resp. beschränkt ist die Sicht aus einem einzelnen Fragment im ganzen Puzzlespiel. Dann wenn wir glauben, irgendetwas verleugnen, ignorieren oder verurteilen zu müssen. Und dennoch gehören Verletzungen zum Leben dazu und sind unabdingbar, um irgendwann vielleicht etwas Grösseres, das EINE zu erkennen.

 

Ich glaube, dass wir hier sind, um früher oder später das Grössere zu erkennen. Ich glaube, dass es unsere tiefste Sehnsucht ist, uns von gewissen Abhängigkeiten, Beschränkungen und Sichtweisen zu befreien, damit sich unser Kern entfalten und ausdehnen kann.

 

So dürfen wir die herausfordernde Aufgabe annehmen, das Beschränkte und Grenzenlose im Menschsein zu vereinen.

 

Alles ist schon da und trotzdem findet ein stetiger Entwicklungsprozess statt.

 

Eine Entwicklung von einem begrenzten Bewusstsein in ein grösseres, allumfassendes Bewusstsein.

 

Und wer weiss… vielleicht können wir dann etwas ganz anderes, Neues durch uns in der Welt bewirken (lassen).

 

Sei ganz Mensch und mehr…

 

von Herzen

Nadia

 

 

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