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Selbstakzeptanz

May 31, 2019

 

 

Vielleicht wurde dir gesagt, wer oder was du bist und was nicht. Vielleicht wurde dir gesagt was gut oder böse ist und wie man sich zu verhalten hat. Vielleicht hat man dir gesagt was wichtige Werte im Leben sind. Vielleicht hat man an deinem Sein immer wieder herumgenörgelt, weil du nicht bestimmten Vorstellungen entsprochen hast. Vielleicht hat man dir auch gesagt, dass das, was du bist nicht ausreicht. Vielleicht hat man dir das Gefühl gegeben, dass du etwas Bestimmtes erreichen musst um akzeptiert zu sein.

 

Ja, die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass man dir all das gesagt hat, ob bewusst oder unbewusst – und du hast es geglaubt. Vielleicht glaubst du es noch heute…

 

Heute denkst du, du bist nicht gut genug – zu nett oder zu egoistisch, zu abgehoben oder zu bodenständig, zu dramatisch oder zu unterkühlt, zu flexibel oder zu engstirnig, zu angepasst oder zu rebellisch, zu laut oder zu leise, zu normal oder zu crazy, zu launenhaft oder gefühlslos…

 

Und vielleicht versuchst du immer wieder, etwas daran verändern zu wollen.

 

Kennst du das?

 

Welche Einwirkungen hat all das auf unser Leben heute?

Jeden Tag, in jedem Augenblick werden wir bewusst oder unbewusst mit diesem Selbstbild konfrontiert – und dann beginnt der Rattenschwanz mit Gedanken wie

 

Ich sollte so sein, es darf nicht sein, richtig, falsch, gut, böse, besser, schlechter usw.

 

Und natürlich betrachten wir nicht nur uns selbst mit dieser Sicht, sondern auch unsere Mitmenschen und die Welt.

 

So befinden wir uns in einem ständigen Karussell der Selbstanklage, der Be- und Verurteilung, Scham, Angst, Kampf und Depression. Bedauerlicherweise halten wir das alles für die «einzige» Realität – ja, oftmals können wir gar nicht anders, weil wir nie gelernt haben, die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Doch wenn wir einmal in Ruhe die Menschen und vor allem uns selbst betrachten, so können wir vielleicht erkennen, dass sämtliche Facetten, alle Aspekte im Menschen angelegt sind.

 

Doch viele von uns haben gelernt, dass nur ein Teil dieser Vielfalt anzustreben ist. Doch im Anstreben der einen Seite wird die «unterdrückte» Seite im Erleben stärker.

 

In Wahrheit ist alles in uns vorhanden und je nachdem wie wir konditioniert sind, zeigen sich einige Aspekte deutlicher als andere.

 

Hat diese Vielfalt nicht auch etwas Schönes? Immer ist alles vorhanden. Im Vorhandensein gibt es kein Problem. Das Problem entsteht, wenn wir glauben, dass etwas gut und etwas schlecht ist. Das Problem entsteht beim Verleugnen der Realität – der Vielfalt. Probleme entstehen beim Bekämpfen und weghaben wollen – also im Widerstand leisten. Der Widerstand wiederum ist das, was uns wirklich leiden lassen kann.

 

Ist das Ganze nicht verrückt?

 

Dazu eine kleine Geschichte:

 

Da war ein unendliches Feld voller Blumen. Jede Blume war einzigartig. Die Vielfalt war grenzenlos. Doch da war eine Blume die sagte:

 

Ich bin nicht richtig, so wie ich bin.

 

Diese Blume sah nicht, dass sie zur Vielfalt gehörte. Dass sie ein Teil dieses unglaublichen Feldes war. Sie realisierte nicht, dass es nicht möglich war anders zu sein. Wie sollte sie auch anders sein? Nichts, aber auch gar nichts existierte zweimal und doch hatten alle etwas gemeinsam: Sie gehörten mit ihrer Einzigartigkeit in das grosse, unendliche Feld. Alle Blumen spriessen aus der einen Erde. Ein Meer mit sämtlichen Möglichkeiten.

 

Wir Menschen sind wie einzelne Blumen. Da sich eine Blume selbst nicht erkennen oder sehen kann, glaubt sie das, was andere über sie sagen oder sie vergleicht sich mit den Blumen um sie herum. Was sie aus ihrer Perspektive aber nicht sehen kann ist, dass alles vorhanden ist und sie ein Teil von diesem Allem ist.

 

Das ganze Feld, keine einzige Blume ist ein Problem solange nicht einem Gedanken geglaubt wird, dass etwas, was schon da ist, anders sein sollte.

 

Wenn diese Blume zu ihren Wurzeln zurückkehrt und das Eine - was alles nährt - erkennt, eröffnet sich ihr vielleicht eine völlig neue Sichtweise.

 

Und mit der Zeit hört sie vielleicht auf zu glauben nicht richtig zu sein.

 

 

 

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