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Ursache und Wirkung

April 16, 2019

 

 

Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, in der ich der Überzeugung war, dass all das was im Aussen passiert, in mir etwas auslöst und somit die Ursache ausserhalb von mir geschieht und ich die Wirkung spüre.

 

Das hatte zur Folge, dass ich mich oftmals abhängig und eingeengt fühlte und auch Widerstand gegen die Situation ausübte. Je heftiger die Wirkung in mir war, umso heftiger war der Kampf in mir und gegen das Aussen.

 

Nach meinen Erfahrungen ist dieses Erleben die Regel bei den Menschen. Das ist nicht verwunderlich, da wir seit klein auf lernen, uns selbst über das Aussen zu definieren und unsere Aufmerksamkeit meist im Aussen und nicht in uns selbst liegt. Viele haben sich nie wirklich mit Ursache und Wirkung, Gedanken und Unterbewusstsein auseinandergesetzt. Die Zusammenhänge werden uns auch nicht erklärt.

 

Und so sind leider viele Menschen gefangen in dieser Erfahrungswelt von Verletzungen, Kampf und Widerstand.

 

Doch was passiert da wirklich?

 

Ereignisse, Situationen mit den dazugehörigen Gedanken sind in unserem Körper gespeichert.

 

Wie geschieht das?

 

Im Aussen werde ich mit einer Situation konfrontiert. Dazu denke und interpretiere ich. Aus diesem Denken und Interpretieren heraus geschieht eine Schlussfolgerung welche ich für wahr halte.

 

Wo geschehen aber Denken und die Schlussfolgerung daraus? IN MIR SELBST.

 

Diese Schlussfolgerung wird noch verstärkt, wenn ANDERE Menschen derselben Ansicht sind. Dies unterstütz MICH in der  ÜBERZEUGUNG dass das, was ich erlebe und wie ich es erlebe, der Wahrheit entspricht.

 

Nun begegnen wir im Leben immer wieder Situationen, welche diese „gespeicherten“ Ansichten in uns „triggern“. Das dazugehörige Gefühl und Denken in uns wird aktiviert.

 

Da der Mensch gewohnt ist, die Aufmerksamkeit im Aussen auf die Geschehnisse zu richten glaubt er, dass das, was im Aussen passiert, der Auslöser des Gefühls in ihm selbst ist. Was aber schlussendlich nicht der Wahrheit entspricht. 

 

Dieses Gefühl wurde einmal (oft in der Kindheit) aufgrund einer Situation und dem entsprechenden Gedanken in uns gespeichert.

 

Diese Energie möchte „entladen“ oder wieder „ins Fliessen“ gebracht werden. Meist geschieht das, indem wir unbewusst agieren oder reagieren, das heisst, das der wirkliche „Auslöser“ nicht bewusst ist. Und solange das so ist, wird der Mensch ähnliche Situationen mit den dazugehörigen Gefühlen und Gedanken erleben.

 

Damit sich diese Ansicht (auch Gedanke) ändern oder lösen kann , muss sie/er „gesehen“, also bewusst werden. Das heisst, dass sich der Mensch über diesen Prozess von Ursache und Wirkung bewusst sein muss. Es ist erforderlich zu erkennen, dass nur dann etwas in ihm ausgelöst werden kann, wenn ein entsprechender Gedanke, ein Ereignis bereits in ihm gespeichert ist. Dazu muss er nicht zwingend zurück an den Punkt, wo das Ereignis entstanden ist, es reicht aus, wenn das Gefühl und der damit verbundene Gedanke erkannt wird. 

 

Der Mensch übernimmt also für sein Gefühl und seine Gedanken die Verantwortung und „fühlt“ das Gefühl aus. Das bewusste Hinterfragen und reflektieren des Gedankens hilft ihm zu erkennen, dass es sich „lediglich“ um eine gespeicherte Information, eine Sichtweise handelt, welche er „glaubte“ aber nicht wirklich der Wahrheit entspricht. Oder anders gesagt, er erkennt, dass eine Situation auf unterschiedliche Weise betrachtet werden kann. Und je nach Sichtweise und entsprechendes Denken fühlt sich eine Situation unterschiedlich an.

 

Beispiel:

Die Eltern haben ein Kind immer wieder „lieblos“ behandelt, indem sie ihm keine Anerkennung und Zuwendung gegeben haben. Das Kind schlussfolgert daraus, dass es nicht liebenswert und wichtig ist. Es wird sich so anpassen und verhalten, dass es möglichst zu dem kommt was es möchte (Anerkennung und Zuwendung).

 

Das Verhalten der Eltern hat aber in Wahrheit gar nichts mit dem Kind zu tun. Das Verhalten der Eltern wiederspiegelt vielmehr ihre eigenen Erfahrungen, Gedanken und ihre Seinsweise.

Dies gilt es nicht zu verurteilen, es ist eine „normale“ Begebenheit, wie die Dinge „funktionieren“.

 

Ist sich der Mensch nicht über diesen Prozess bewusst, verharrt er oft in „kindlicher“ Abhängigkeit. Es ist ihm nicht möglich, dieses Gedanken- und Gefühlskonstrukt abzulegen, da er diese unbewusst „mit sich trägt“.

Eine Heilung oder Entwirrung kann dann geschehen, wenn der Mensch erkennt, dass er nicht mehr das „Kind“ ist und die Verantwortung für die eigenen Gedanken und Gefühle übernimmt. Das heisst auch, dass er bereit ist die Verantwortung für die Geschehnisse zu übernehmen. Hierbei geht es nicht um eine Schuldfrage, es geht vielmehr darum zu erkennen, dass das Lösen der Situation nur immer in ihm selbst geschehen kann. Dafür ist die Übernahme der Verantwortung wichtig, denn nur so kann er sein Leben auch bewusst in eine neue Richtung lenken.

 

Das kann eine Herausforderung sein, weil dazu auch die „Opferrolle“ verlassen werden muss. Doch genau auf diese Weise kommt der Mensch wieder in die Kraft welche benötigt wird, um das Leben in eine „neue Richtung“ zu lenken und fliessen zu lassen.

 

Zudem wird er mit der Zeit vielleicht erkennen, dass er nicht vom Leben getrennt existiert, sondern ein dazugehöriger Teil des Lebens selbst ist. Er ist mit allem verbunden.

 

Von Herzen
Nadia  

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